Unterstütz auch du die DKMS und Helf somit #Leben zu Retten!
DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH
Kressbach 1
72072 Tübingen
Telefon: 07071 943-0
www.dkms.de
post@dkms.de
DKMS Spendenkonto
IBAN:DE64641500200000255556 BIC:SOLADES1TUB
Trotz IHRER Bemühungen die Öffentlichkeit über die Stammzellspende aufzuklären, existiert eine Reihe von Vorurteilen. Nachfolgend unterziehen wir die geläufigsten Vorurteile einem Fakten- Check.
1.Vorurteil/Falsch:
Stammzellen werden dem Rückenmark entnommen
Fakt:
Rückenmark (ein Teil des zentralen Nervensystems) und Knochenmark (das wichtigste Blutbildende Organ des Menschen) werden häufig verwechselt. Das Rückenmark des Spenders bleibt unberührt. Das Knochenmark bzw. die Stammzellen werden - wenn die Entnahme mit dem operativen Eingriff erforderlich ist - aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme erfolgt unter Vollnarkose.
2.Vorurteil/Falsch:
Für die Stammzellspende ist immer eine Operation nötig.
Fakt:
Neben dem operativen Eingriff - der Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm - gibt es eine weitere Möglichkeit, Stammzellen zu spenden: Mit ca.80 % ist die so genannte periphere Stammzellentnahme sogar die am häufigsten durchgeführte. Dabei werden Stammzellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt. Dies geschieht ambulant ohne Narkose.
3.Vorurteil/Falsch:
Wenn ich Stammzellen weggebe, dann fehlen sie mir irgendwann einmal.
Fakt:
Der Körper bildet die Stammzellen innerhalb von zweiWochen neu. Das Verfahren ist mit einer Blutspende vergleichbar und führt nicht zu einem dauerhaften Verlust der Stammzellen.
4.Vorurteil/Falsch:
Der Spender muss die gleiche Blutgruppe wie der Patient haben
Fakt:
Bei der Stammzelltransplantation kommt es nicht auf die Übereinstimmung der Blutgruppen an, sondern auf die möglichst genaue Übereinstimmung der Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) zwischen Spender und Patient. Eine nahezu 100 %ige.
Knochenmark- bzw. Stammzellenspende
Das Knochenmark ist im menschlichen Körper für die Blutbildung zuständig. Es findet sich bei Kindern in fast allen Knochen, bei Erwachsenen nur noch im Brustbein, den Rippen, in den Schädelknochen, den Schlüsselbeinen, den Wirbelkörpern, im Becken und den stammwärts gerichteten Enden von Oberarm- und Oberschenkelknochen.
Stammzellen, genauer gesagt Blutstammzellen, werden im Knochenmark gebildet. Sie sind in der Lage, verschiedene Zelltypen zu bilden, die Blutstammzellen eben Blutund
Abwehrzellen. Einige bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, wie zum Beispiel Leukämie, Lymphdrüsenkrebs (Lymphomen), einigen Autoimmunerkrankungen oder nach einer Chemotherapie machen eine Stammzellenspende erforderlich. Die Spenderzellen ersetzen dann das erkrankte Immunsystem des Empfängers und bilden neue, gesunde Zellen.
Problematisch bei der Übertragung von Blutstammzellen ist, dass bestimmte Gewebemerkmale (HLA-Typen) übereinstimmen müssen. Diese gibt es in Millionen unterschiedlichen Kombinationen, und diese müssen bei Spender und Empfänger
möglichst gut übereinstimmen. Je größer die Übereinstimmung, desto größer ist auch die Chance auf eine erfolgreiche Transplantation. Umgekehrt sinkt diese Chance, je unterschiedlicher die HLA-Typen sind. Die Suche nach einem passenden Spender gestaltet sich daher unter Umständen äußerst schwierig, wenn er nicht im eigenen Familienumfeld zu finden ist. Das ist leider nur bei einem kleinen Teil (ca. 30%) der Erkrankten der Fall. Alle anderen sind auf fremde Spender angewiesen.
Um Knochenmark- bzw. Stammzellspender zu werden, muss man sich bei einer der Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen. Zu diesen Knochenmarkspenderdateien zählen unter anderem die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen und die Westdeutsche SpenderZentrale (WSZE) des Universitätsklinikum Essen und des DRKBlutspendedienst
West.
Eine vollständige Liste aller angeschlossenen Dateien gibt es http://www.zkrd.de/

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen